Die Sprache der Verantwortung

Shownotes

Die wichtigsten Erkenntnisse umfassen:

  • De-Anonymisierung: Die Eliminierung des Wortes „man“ schafft klare Zuständigkeiten.
  • Souveränität statt Opferrolle: Der Ersatz von „müssen“ durch „wollen“ oder „entscheiden“ stellt die Handlungsfähigkeit der Führungskraft und des Teams wieder her.
  • Zukunftsorientierung: Der Wechsel von „Warum“- zu „Wozu“-Fragen lenkt den Fokus von der Schuldsuche hin zur Gestaltung der Zukunft.
  • Präzision in der Delegation: Die Anwendung der 3-W-Regel (Was, Wer, Wann) beendet das „Hope-Management“ und etabliert klare Ergebniserwartungen.

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00:00:10: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Episode des Podcasts für echte Führungspersönlichkeiten von Alexander Wehl.

00:00:19: Er ist Business Coach, langjährige Führungskraft und ein Enthusiast in Führungen.

00:00:25: Heute reden wir über etwas was Sie jeden Tag benutzen ohne großüber nachzudenken – Ihre Sprache!

00:00:32: Keine Sorge das wird kein Deutschunterricht obwohl es so'n bisschen Grammatik vorkommt aber ich verspreche Ihnen, es wird nicht wehtun.

00:00:41: Hier ist meine These für heute!

00:00:43: Die Art wie Sie als Führungskraft sprechen entscheidet darüber ob Ihr Team eigenverantwortlich handelt oder ob es auf Anweisungen wartet wie ein gut erzogener Retriever auf das Stöckchen.

00:00:55: In meinen Jahren in Führungspositionen habe ich eins gelernt Sprache ist nicht nur ein Werkzeug zur Informationsvertragung.

00:01:03: Sprache formt Kultur Sprache, Formt, Realität.

00:01:10: Und das Verrückte ist es sind oft nur drei kleine Wörter die den Unterschied machen und drei Wörtern die sie wahrscheinlich täglich benutzen ohne böse Absicht aber mit verheerender Wirkung.

00:01:24: Welche drei Wörtere man muss und warum klingen tamlos oder?

00:01:31: Ist aber nicht.

00:01:32: heute schauen wir uns an wie diese drei sprachlichen Gewohnheiten Verantwortung verdampfen lassen und, wie sie mit ein paar gezielten Änderungen eine völlig andere Dynamik in ihrem Team erzeugen können.

00:01:54: Fangen wir mit dem heimlichen Superstar der deutschen Bürosprache an – dem Wort Mann!

00:02:01: Man müsste mal… man sollte eigentlich ….

00:02:05: man könnte ja Ich nenne das liebevoll, dass Mann gespenst.

00:02:10: Es schwebt durch Meetings, hinterlässt Waage Absichtserklärungen und am Ende fühlt sich niemand zuständig.

00:02:18: Die Psychologie dahinter ist interessant – Das Indefinitpronomen Mann fungiert als sprachliches Schutzschild.

00:02:26: Wer Mann sagt muss sich nicht festlegen.

00:02:29: Wer Mann Sagt ist nicht angreifbar aber wer Mann sagt erzeugt auch keine Verbindlichkeit.

00:02:36: Es entsteht, was Sozialpsychologen als Verantwortungsdiffusion bezeichnen.

00:02:42: Die Zuständigkeit verteilt sich auf so viele Schultern das sie am Ende auf keiner mehr liegt!

00:02:48: Ich erinnere mich an ein Strategie-Meeting in einem mittelständischen Unternehmen.

00:02:53: Vier Stunden lang, mmh vier Stunden Kaffee flossen strömen Powerpoint Folien flimmerten und am Ende stand auf dem Whiteboard eine beeindruckende Liste von Aktionspunkten.

00:03:07: Darunter setzte wie man sollte die Kundenkommunikation verbessern.

00:03:12: Man müsste das Onboarding überarbeiten, man könnte mal über eine neue CRM-Lösung nachdenken.

00:03:20: Ich habe dann gefragt wer ist denn dieser Mann?

00:03:24: Kann ich dem erkennen lernen?

00:03:25: Der scheint ja ziemlich beschäftigt zu sein mit all diesen Aufgaben.

00:03:31: Stille im Raum!

00:03:32: Wissen Sie was drei Monate später passiert war?

00:03:35: Nichts – exakt nichts.

00:03:38: Weil Mann keine E-Mail Adress hat.

00:03:41: Man hat keinen Kalender, man nimmt an keinem Juffix teil.

00:03:47: Mann ist der perfekte Mitarbeiter.

00:03:49: Er geht nie in den Urlaub und ist nie krank – beschwert sich nie!

00:03:53: Aber er erledigt auch absolut gar nichts.

00:03:58: Der systemische Blick zeigt dass Mann gespenst ist.

00:04:02: kein individuelles Sprachproblem Es ist ein Symptom einer Kultur der Unverbindlichkeit.

00:04:08: In solchen Kulturen werden Meetings zu Ritualen der kollektiven Verantwortungslosigkeit.

00:04:14: Alle nicken, keiner handelt!

00:04:17: Die Intervention?

00:04:18: Sie ist simpel aber sie erfordert Konsequenz.

00:04:22: Ersetzen Sie Mann konsequent durch konkrete Namen Durch ich, durch Sie, durch Frau Müller oder Herr Schmidt.

00:04:32: Wenn jemand in Ihre Meeting sagt Wenn ein Mitarbeiter sagt, man müsste mal mit dem Kunden sprechen dann fragen sie was ist dein konkreter Vorschlag?

00:04:48: wer das bis wann übernimmt.

00:04:52: Sobald der Name explizit mit einer Aufgabe verknüpft wird entsteht etwas dass in der Organisationspsychologie als Psychological Ownership bezeichnet wird psychologisches Eigentum.

00:05:03: Die Aufgabe gehört jetzt jemanden.

00:05:05: Und was uns gehört?

00:05:07: Darum kümmern wir uns.

00:05:09: Peter Drucker hat es treffend formuliert, Was gemessen wird, wird gemacht.

00:05:14: Ich würde ergänzen, Was benannt wird, Wird übernommen.

00:05:19: Das zweite Wort auf unserer Liste ist ein echter Klassiker Müssen!

00:05:25: Ich muss noch die Präsentation fertig machen.

00:05:28: Wir müssen das Budget einhalten.

00:05:30: ich muss am Wochenende arbeiten.

00:05:34: Hören Sie was hier passiert.

00:05:36: Das Wort Müssen verwandelt sie sprachlich in einen Opfer.

00:05:39: Sie sind nicht mehr der souveräne Entscheider, sie sind der Getriebene.

00:05:43: Der Markt zwingt sie.

00:05:45: Der Chef zwingte sie und der Kalender zwinge sie.

00:05:48: Die Umstände haben sie im Griff – nicht umgekehrt!

00:05:52: Für eine Führungskraft ist es fatal denn ihr Team spiegelt ihre Energie.

00:05:57: Wenn sie durch die Abteilungen hetzen und vermitteln dass sie Opfer äußerer Zwänge sind dann übernimmt Ihr Team genau diese Haltung.

00:06:06: Ich hatte vor gar nicht allzu langer Zeit einen Koji, nennen wir ihn Thomas.

00:06:11: Bereichsleiter in einem Konzern fachlich-brillant menschlich integer.

00:06:16: In unserer ersten Sitzung hat er innerhalb von zehn Minuten siebenundzwanzigmal das Wort muss benutzt.

00:06:23: Ja ich hab mitgezählt.

00:06:24: Das ist so eine Berufskrankheit.

00:06:27: Ich muss das Projekt retten!

00:06:33: Ich muss auch noch mehr Sport machen.

00:06:38: Das auch

00:06:39: noch.".

00:06:40: Am Ende klang er wie jemand, der von unsichtbaren Mächten durch sein Leben geschoben wird – ein Manager auf Schienen!

00:06:47: Keine Weichen keine Abzweigungen nur vorwärts weil man muss.

00:06:52: Ich habe ihn dann gebeten jeden einzelnen Musssatz umzuformulieren in einen ich entscheide mich Satz.

00:07:06: weil mir wichtig ist, dass das Projekt pünktlich abgeschlossen wird und ich danach ein gutes Gewissen habe.

00:07:14: Wissen Sie was passiert ist?

00:07:15: Erstens er hat gemerkt, dass er tatsächlich eine Wahl hat – immer!

00:07:20: Auch wenn die Alternativen unbequem sind.

00:07:23: Zweitens Er hat gemerkt, dass manche Dinge, die er musste eigentlich gar nicht so wichtig waren.

00:07:30: Sie waren Gewohnheit keine Notwendigkeit.

00:07:34: Und drittens Das war das spannende Seine ganze Körpersprache hat sich verändert.

00:07:39: Er saß aufrechter, er sprach langsamer.

00:07:42: Er klang souveräner weil Sprache nicht nur beschreibt wie wir denken, Sprache formt wie wir danken.

00:07:50: Das Wort müssen suggeriert Fremdbestimmung.

00:07:53: Es strahlt Stress und Reaktivität aus statt Souveränität und Gestaltungskraft Wenn sie als Führungskraft sagen Wir müssen das unbedingt bis Freitag schaffen Dann hört ihr Team Panik Druckkontrollverlust.

00:08:08: Wenn Sie stattdessen sagen, ich habe mich entschieden dass wir das bis Freitag abschließen weil uns das nächste Woche deutlich entlastet dann hört Ihr Team Klarheit Souveränität Sinn Gleiche Deadline Völlig andere Wirkung.

00:08:23: Der chinesische Philosoph Lao Zi wusste es schon vor zweieinhalb tausend Jahren Wer andere kennt ist klug wer sie selbst kennt ist weise und Ich würde hinzufügen Wer seine Sprache kennt, ist wirksam.

00:08:39: Kommen wir zum dritten Wort Warum?

00:08:42: Jetzt werden sie vielleicht denken, warum ist doch eine gute Frage!

00:08:46: Das lernt man ja in jedem Führungsseminar – die fünf Warums.

00:08:51: Root Cause Analysis Ur-Sachenforschung Alles sehr vernünftig Stimmt In der technischen Fehlanalyse bei Maschinenausfällen Bei Prozessoptimierungen.

00:09:03: Aber im Gespräch mit Menschen Da wird worum schnell zur Falle.

00:09:09: Denn warum provoziert Rechtfertigung?

00:09:11: Warum aktiviert den Verteidigungsmodus?

00:09:15: und warum richtet den Blick in die Vergangenheit auf das Problem, auf die Schuldfrage?

00:09:22: Stellen Sie sich folgende Situation vor.

00:09:24: Ein Mitarbeiter hat eine wichtige Deadline verpasst.

00:09:27: Mein Kunde ist verärgert!

00:09:28: Sie rufen dem Mitarbeiter zu sich und fragen, warum ist das nicht fertig geworden?

00:09:33: Was

00:09:33: passiert?!

00:09:35: Der Mitarbeiter erklärt mehr rechtfertigt.

00:09:37: Der zählt auf, der Kollege aus seiner Abteilung hat die Zuarbeit nicht geliefert, die IT hatte ein Ticket drei Tage liegen lassen.

00:09:46: dann war er zwei Tage krank Magen Darm.

00:09:48: sie wissen schon und überhaupt war die Deadline von Anfang an unrealistisch.

00:09:53: das hatte er schon im Kegof gesagt aber keiner hat zugehört.

00:09:58: Zehn Minuten später haben sie eine detaillierte Chronologie des Scheiterns.

00:10:03: Eine lückenlose Dokumentation dessen, was alles schief gelaufen ist und die sind kein Stück weiter.

00:10:10: Ich nenne das Problemhypnose.

00:10:12: Sie starren gemeinsam auf das Problem wie das Kaninchen auf der Schlange bis sie beide davon paralysiert sind.

00:10:19: Das Problem wird größer in ihrer Wahrnehmung.

00:10:22: Die Lösungsenergie wird kleiner und kleiner.

00:10:26: Stellen sie sich vor, sie fragen stattdessen Wie gehen wir jetzt damit um, oder?

00:10:31: Was brauchen Sie, um das bis Monat herabzuschließen.

00:10:35: Völlig andere Denkrichtung!

00:10:36: Das Gehirn schaltet um von Vergangenheit auf Zukunft Von Rechtfertigung auf Gestaltung Von WS-Schuld Auf.

00:10:45: was tun wir jetzt?

00:10:47: Das nennt man Lösungs-Tron.

00:10:49: Jetzt klingt esoterisch ist aber einfach nur kluge systemische Gesprächsführungen.

00:10:57: Noch wirksamer ist die Wozufrage.

00:11:00: Wozu führt diese Entscheidung langfristig?

00:11:03: Wozu ist das für unser gemeinsames Ziel wichtig, wozu dient dieser Prozess eigentlich?

00:11:09: Wo zu öffnet den Raum für Sinn und Kontext.

00:11:13: Warum verengt ihn auf Ursache und Schuld?

00:11:18: Jetzt haben wir drei sprachliche Fallen identifiziert.

00:11:22: aber die Sprache der Verantwortung ist mehr als nur das vermeiden bestimmter Wörter.

00:11:27: Es geht auch darum, wie sie delegieren.

00:11:31: Viele Führungskräfte praktizieren was ich HOPE-Management nenne.

00:11:36: Sie geben vage Anweisungen und hoffen dass schon irgendwas Gutes dabei herauskommt.

00:11:42: Könntest du dich mal um das Thema Kundenbeschwerden kümmern?

00:11:45: Wir sollten dann mal etwas machen!

00:11:46: Schau doch mal ob da was geht... Das ist keine Delegation.

00:11:52: Das ist organisiertes Restauraten.

00:11:54: Ihre Mitarbeiter verlassen das Gespräch und fragen sich, genau soll ich tun, bis wann mit welchem Ergebnis.

00:12:02: Und weil Sie das nicht wissen, tun sie entweder gar nichts oder irgendetwas dass möglicherweise nicht das ist was Sie sich vorgestellt haben.

00:12:12: Lassen Sie mich das an einem konkreten Beispiel illustrieren.

00:12:16: Ich habe diese Szene in ähnlicher Form dutzende Male erlebt.

00:12:20: und die Situation?

00:12:21: Es ist Mittwoch Nachmittag.

00:12:23: der Geschäftsführer kommt aus einem Kundentermin zurück.

00:12:26: er ist unzufrieden.

00:12:28: Der Kunde hat sich beschwert, dass die Lieferzeiten zu lang sind und die Kommunikation bei Verzögerung mangelhaft.

00:12:35: Der Geschäftsführer ruft sein Vertriebsleiter Herrn Berger zu sich.

00:12:40: Jetzt kommt die Version eins – Hope Management.

00:12:43: Die Geschäftsfühler Herr Berger ich komme gerade von Müller & Söhne.

00:12:48: Sie sind ziemlich sauer wegen den Niederzeiten Und das wir nicht proaktiv kommunizieren wenn was schief läuft.

00:12:55: Das müssen wir besser machen.

00:12:57: Können Sie sich da mal drum kümmern?

00:13:00: Herr Berger, ja natürlich.

00:13:02: Mache ich!

00:13:04: Geschäftsführer.

00:13:05: Prima Danke.

00:13:08: So was passiert jetzt?

00:13:11: Herr berger geht zurück an sein Schreibtisch.

00:13:13: Er denkt drum kümmern ok Aber drum kümmern heißt Was genau?

00:13:18: Soll er mit der Logistik sprechen Ein Prozess aufsetzen Eine E-Mail an alle schreiben Den Kunden anrufen Oder ein Meeting einberufen Und bis wann?

00:13:30: Der Chef hat nichts gesagt.

00:13:31: Also ist es wohl doch nicht so dringend, oder doch?

00:13:36: Herr Berger hat an diesem Tag noch drei andere Brände zu löschen.

00:13:39: Die Waageaufgabe drum kümmern rutscht nach unten auf der Prioritätenliste.

00:13:45: Zwei Wochen später fragt der Geschäftsführer – Herr Berge was macht eigentlich das Thema Lieferzeiten-Kommunikation?

00:13:54: Ich hatte auch keine Zeit mich richtig damit zu befassen aber ich hab's auf dem Schirm!

00:13:59: Der Geschäftsführer ist frustriert, er denkt auf den es kein Verlass.

00:14:04: Herr Berger ist frustriert!

00:14:06: Er denkt der gibt mir tausend Aufgaben und erwartet Wunder.

00:14:11: Beide haben Recht – und beide haben Unrecht.

00:14:17: Jetzt kommt die Version zwei Klare Delegation mit der Dreiveregel.

00:14:22: Geschäftsführer?

00:14:23: Herr Berge ich komme gerade von Müller & Söhne.

00:14:26: Der Kunde ist unzufrieden mit unserer Kommunikation bei Lieferverzögerung.

00:14:31: Das möchte ich ändern!

00:14:33: Ich brauche von Ihnen Folgendes... Sie sind verantwortlich, binden sie Frau Klein aus der Logistik ein.

00:15:01: Die kennt die operativen Abläufe am besten!

00:15:04: Wann?

00:15:05: Ich brauche den Vorschlag bis Freitag nächster Woche damit wir ihn im Führungskreis besprechen können.

00:15:13: Und jetzt der entscheidende Zusatz Was brauchen Sie von mir um das erfolgreich umzusetzen?

00:15:20: Herr Berger überlegt kurz.

00:15:22: Es wäre hilfreich wenn Sie Frau Klein kurz informieren dass ich auf Sie zukomme Und ich bräuchte Zugang zu den Reklamationsdaten der letzten sechs Monate.

00:15:32: Geschäftsführer, erledigt!

00:15:34: Ich schicke Frau Klein heute noch eine Mail und kümmere mich um den Datenzugang.

00:15:40: Was ist hier anders?

00:15:41: Herr Berger verlässt das Gespräch mit absoluter Klarheit.

00:15:45: Er weiß was er liefern soll – einen Prozessvorschlag mit definierten Inhalten.

00:15:50: Er weiss bis wann.

00:15:51: Freitag nächste Woche.

00:15:53: Er beißt mit wem.

00:15:55: Und er weiß, dass sein Chef ihm den Weg ebnet.

00:15:59: Er trägt das nicht als Waagelast mit sich herum sondern als klaren Auftrag.

00:16:05: Das ist ein fundamentaler Unterschied – psychologisch und praktisch!

00:16:10: Was wir hier sehen, ist die konsequente Anwendung von drei simplen Fragen.

00:16:16: Was genau ist das erwartete Ergebnis?

00:16:18: Nicht die Aktivität des Ergebnisses.

00:16:22: kümmere dich um Kundenbeschwerden, sondern erstelle einen Prozessvorschlag mit diesen konkreten Elementen.

00:16:29: Wer ist verantwortlich?

00:16:31: Ein Name!

00:16:32: Nicht das Team nicht wir.

00:16:34: ein konkreter Name In unserem Beispiel Herr Berger mit Unterstützung von Frau Klein.

00:16:41: Wann isst die Date-Line?

00:16:43: Einen Datum eine Uhrzeit wenn nötig aber verbindlich.

00:16:46: Freitag nächste Woche.

00:16:49: Wenn eine dieser drei Komponenten fehlt dann haben sie nicht delegiert.

00:16:54: Sie haben gehofft!

00:16:57: Nachdem Sie die drei Ws geklärt haben, stellen Sie die vierte Frage.

00:17:01: Was brauchen Sie von mir um das erfolgreich abzuschließen?

00:17:05: Das ist dienende Führung – Sie delegieren die Verantwortung aber bieten gleichzeitig Ihre Unterstützung an.

00:17:12: Sie machen klar, Sie sind verantwortlich, aber Sie sind nicht allein.

00:17:18: Diese eine Frage verändert die gesamte Dynamik.

00:17:21: Ihr Mitarbeiter fühlt sich nicht abgeschoben, sondern ermächtigt.

00:17:25: Nicht kontrolliert, sondern unterstützt!

00:17:28: Er kann Hindernisse benennen bevor sie zum Problem werden und Sie als Führungskraft können Ihre eigentliche Aufgabe erfüllen.

00:17:37: Hindernise aus dem Weg räumen damit ihr Team wirksam sein kann.

00:17:42: Jetzt fragen Sie sich vielleicht – das klingt ja alles einleuchend aber wie setzt sich das um?

00:17:48: Sprache ist Gewohnheit und Gewohnheiten ändern sich nicht über Nacht.

00:17:53: Stimmt!

00:17:54: Deshalb empfehle ich ein einfaches Werkzeug, das Sprach-Lockbuch.

00:17:59: Eine Woche lang beobachten Sie selbst – sie zählen?

00:18:02: Ja tatsächlich zähln.

00:18:04: Wie oft sage ich Mann wenn ich eigentlich eine konkrete Person meine?

00:18:10: Wie oft sag'e ich Muss obwohl es eine Entscheidung isst?

00:18:14: Wie often frage ich warum, obwohl wie weiter zielführender wäre.

00:18:20: Keine Selbstgeistelung, nur Beobachtung – mit Neugier nicht mit Urteil und dann bewusste Korrektur laut.

00:18:30: auch wenn es sich anfangs seltsam anfühlt.

00:18:34: Und hier warne ich sie die ersten Tage fühlte sich das an als würden sie eine Fremdsprache sprechen.

00:18:41: Hölzern künstlich.

00:18:45: Sie werden sich dabei tappen, wie sie sich korrigieren und ihr Gegenüber verwundert anschaut.

00:18:54: Aber das ist normal und gehört dazu!

00:18:58: Denn hier ist die tiefere Wahrheit Sprache formt Haltung.

00:19:03: Wenn Sie anfangen wie ein souveräner Entscheider zu sprechen fangen Sie an wie ein Souveräneentscheider zu denken und dann zu handeln.

00:19:13: Die Sprache kommt zuerst, die innere Haltung folgt und nicht umgekehrt.

00:19:19: Friedmund Malik einer der bedeutendsten Managementdenker im deutschsprachigen Raum hat es so formuliert Führung ist ein Beruf Und wie jeden Beruf kann man ihn lernen.

00:19:30: Ich würde ergänzen und das Lernen beginnt mit der Sprache.

00:19:35: Fassen wir zusammen Drei Wörter die Verantwortung verdampfen lassen Mann weil sich niemand zuständig fühlt.

00:19:43: Muss, weil es sie zum Opfer macht.

00:19:46: Warum?

00:19:47: Weil es den Blick in die Vergangenheit richtet.

00:19:50: Und drei Alternativen Die Verantwortung und Klarheit erzeugen Konkrete Namen statt Mann.

00:19:56: Ich entscheide statt ich muss.

00:19:59: Wie weiter oder wozu Statt?

00:20:02: warum ist das passiert?

00:20:04: Dazu die Drei-W Regel für jede Delegation Was genau wäre konkret wann verbindlich?

00:20:12: Und die Frage der dienenden Führung, was brauchen sie von mir?

00:20:17: Sprache ist das Werkzeug mit dem Sie Klarheit in Ihrer Organisation schaffen.

00:20:22: Oder eben Nebel!

00:20:24: Wenn Sie eine Kultur von Eigenverantwortung und Verbindlichkeit wollen, müssen Sie eine Sprache vorleben, die das ermöglicht.

00:20:32: Sie können nicht Eigenverordnung fordern – und gleichzeitig Ihnen man müsste mal setzen sprechen.

00:20:38: Ihr Team hört nicht nur, was Sie sagen Es hört, wie sie es sagen.

00:20:43: Und es lernt daraus was wirklich zählt!

00:20:48: Die Fragen die ich Ihnen mitgebe welches der drei Wörter benutzen Sie am häufigsten?

00:20:53: Mann muss oder warum?

00:20:56: Beobachten Sie sich diese Woche ohne Urteil aber mit Neugier und dann ändern Sie ein Wort nach dem anderen Ihre Sprache und damit ihre Führung.

00:21:09: Vertiefende Informationen zu diesem Thema finden Sie wie immer auf meinem Blog unter www.wel.info-post.

00:21:17: Ich wünsche Ihnen eine sprachbewusste Woche, bis zum nächsten

00:21:36: Mal!

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